Eine Erfolgsgeschichte

Das Gelände wurde 1294 erstmals urkundlich erwähnt und diente als Gerichtsplatz, Viehweide, Exerzierplatz und während der französischen Fremdherrschaft auch als Exekutionsplatz. Im ersten Weltkrieg wurde auf dem Areal unter dem federführenden Architekten Carl Dupont in Rekordbauzeit von 1915-1917 die staatliche Munitionsfabrik errichtet.

1920 ging das Areal in den Besitz der staatlichen „Deutsche Werke AG“ über, 1933 kauften die Fieseler Werke einen Teil der Anlage und produzierte Flugzeuge. Nur ein Jahr später zog die Spinnfaser AG ein, die bereits 1935 rund 1.600 Menschen beschäftigte.

In den verheerenden Kasseler Bombennächten wurde das Werksgelände schwer beschädigt. Die Spinnfaser AG wurde vom niederländischen Konzern Enka-Glanzstoff AG übernommen, die auf dem Werksgelände zu Spitzenzeiten 3.400 Menschen beschäftigte. Allerdings konnte sich Enka nicht gegen die Konkurrenz aus Asien behaupten. So wurde das Werk am 30.06.1984 geschlossen.

Die Leitung der Enka und die Stadt Kassel suchten nach der Werksschließung nach potentiellen Käufern für das Gesamtareal. Das Gelände wurde schließlich vom englischen Unternehmen Job-Creation-Limited übernommen, dem es gelang, Teile der angebotenen Flächen zu vermieten.

1991 wurde das Areal an den heutigen Eigentümer Sruel Prajs verkauft, der Mitte der 90er Jahre den Volkswagen-Konzern als Mieter gewinnen konnte. Die Geschäftsbeziehung mit dem Großunternehmen, das noch heute große Lagerflächen auf dem Gelände nutzt, wurde konsequent ausgebaut – und hat so zum anhaltenden Erfolg des UPK beigetragen.

Das Gelände mit seinen ca. 30 ha Grundfläche geht mit der Zeit und wird ständig weiter entwickelt. 95 % der rund 130.000 m2 vermietbaren Fläche sind ausgelastet, denn heute sind etwa 70 Firmen im UPK ansässig.